Sonntag, 25. November 2012
Heilige des Monats August 2011: Helena
saintblog, 19:01h
Heilige des Monats August 2011: Helena
Fest: 18. August
Patronin der Archäologen und der Schatzsucher, der Stadt Trier, angerufen zur Aufdeckung von Diebstählen und alles Verborgenen
Heilige, die was taugen, sind Radikale, so oder so oder so. Mit dem industriegrau sauertöpfisch-frommen Getue mancher Kirchenkreise / Kirchengreise haben die dann so viel zu tun wie Jesus mit den päpstlichen Samtschlappen, nämlich nüscht.
Helena ist die einem recht schummrigen levantinischen Schankwirt von irgendwem unter dunklen Umständen geborene Tochter. Später führt sie selber eine derbe balkanesische Rummelbude, in der sich die Soldaten der Donaufront “entspannen“. Konni, der wildeste Haudrauf von all den unzählbaren Sandalenheinis wird ihr Dauer-Schatz: und weil er so schön brutal ist und nach 100 Schlachten immer noch lebt bringt er es zum guten Schluss tatsächlich zum römischen Kaiser. Paff pardautz, wer hätte das gedacht ! – Pech nur für Lenchen, denn die muss er nun erst mal in der Besenkammer verstecken und statt dessen eine parfümierte und frisch gebügelte höhere Tochter heiraten.
Konni sitzt in Trier und regiert so vor sich hin aber Helena denkt gar nicht dran, nur in der Eifel spazieren zu gehen und den Wölfen beim Heulen zuzuhören. Sie fuhrwerkt im Hintergrund so lange hin und her, bis die höhere Tochter ins Kabuff kommt und ihr uneheliches Söhnchen Konstantin den römischen Chef abgeben darf. Zähigkeit siegt, man hat der Beispiele mehrere.
Helena, inzwischen Christin geworden, hat viel nachzuholen und tut´s auch: als Queen Mum mit der goldenen Kreditkarte räumt sie im Heiligen Land mit der Brechstange so auf, daß es staubt, läßt Tempel abreißen und Kirchen bauen, findet das Grab Jesu, sein Kreuz, sein letztes Hemd, tonnenweise Souvenirs, es geht richtig rund. Ihr Sprössling, ganz braver Sohn der Matrona Maxima, hat die Christen inzwischen zu ehrlichen Leuten gemacht, die Antike ist vorbei, es geht Vollgas ab ins Mittelalter, Helenas Palast in Trier wird zum Dom umgebaut (und steht immer noch).
Im Nachhinein hat man an Helena viel herumgeflickt „wegen Ihrer Herkunft usw.“, alles Käse. Den Herren Klerikern war die fromme Helene wohl einfach einen Zahn zu steil – aber Jesus stand ja definitiv eher auf die ganze lebensfrohe Prolobande als auf so steifleinene Scheinheilige. – Also denn Prost auf´s Trierer Lenchen mit Riesling aus Riol – und den Deckel holen wir als Heiligenschein !!
Fest: 18. August
Patronin der Archäologen und der Schatzsucher, der Stadt Trier, angerufen zur Aufdeckung von Diebstählen und alles Verborgenen
Heilige, die was taugen, sind Radikale, so oder so oder so. Mit dem industriegrau sauertöpfisch-frommen Getue mancher Kirchenkreise / Kirchengreise haben die dann so viel zu tun wie Jesus mit den päpstlichen Samtschlappen, nämlich nüscht.
Helena ist die einem recht schummrigen levantinischen Schankwirt von irgendwem unter dunklen Umständen geborene Tochter. Später führt sie selber eine derbe balkanesische Rummelbude, in der sich die Soldaten der Donaufront “entspannen“. Konni, der wildeste Haudrauf von all den unzählbaren Sandalenheinis wird ihr Dauer-Schatz: und weil er so schön brutal ist und nach 100 Schlachten immer noch lebt bringt er es zum guten Schluss tatsächlich zum römischen Kaiser. Paff pardautz, wer hätte das gedacht ! – Pech nur für Lenchen, denn die muss er nun erst mal in der Besenkammer verstecken und statt dessen eine parfümierte und frisch gebügelte höhere Tochter heiraten.
Konni sitzt in Trier und regiert so vor sich hin aber Helena denkt gar nicht dran, nur in der Eifel spazieren zu gehen und den Wölfen beim Heulen zuzuhören. Sie fuhrwerkt im Hintergrund so lange hin und her, bis die höhere Tochter ins Kabuff kommt und ihr uneheliches Söhnchen Konstantin den römischen Chef abgeben darf. Zähigkeit siegt, man hat der Beispiele mehrere.
Helena, inzwischen Christin geworden, hat viel nachzuholen und tut´s auch: als Queen Mum mit der goldenen Kreditkarte räumt sie im Heiligen Land mit der Brechstange so auf, daß es staubt, läßt Tempel abreißen und Kirchen bauen, findet das Grab Jesu, sein Kreuz, sein letztes Hemd, tonnenweise Souvenirs, es geht richtig rund. Ihr Sprössling, ganz braver Sohn der Matrona Maxima, hat die Christen inzwischen zu ehrlichen Leuten gemacht, die Antike ist vorbei, es geht Vollgas ab ins Mittelalter, Helenas Palast in Trier wird zum Dom umgebaut (und steht immer noch).
Im Nachhinein hat man an Helena viel herumgeflickt „wegen Ihrer Herkunft usw.“, alles Käse. Den Herren Klerikern war die fromme Helene wohl einfach einen Zahn zu steil – aber Jesus stand ja definitiv eher auf die ganze lebensfrohe Prolobande als auf so steifleinene Scheinheilige. – Also denn Prost auf´s Trierer Lenchen mit Riesling aus Riol – und den Deckel holen wir als Heiligenschein !!
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